Ortswappen von Oberschlettenbach

 Wappen der Ortsgemeinde Oberschlettenbach

Mit dem Beschluss vom 25. März 1982 hat sich der Gemeinderat einstimmig für den von
Dr. Debus, Landesarchiv Speyer vorgeschlagenen 2. Entwurf des Ortswappens entschieden.


Das Wappen lässt sich wie folgt beschreiben:
Der Wellenbalken teilt das gespaltene Wappenschild in eine blaue und silberne Hälfte. In der blauen Schildhälfte ist ein silberner, rotbewehrter und rotbezungter Adler. Im rechten Oberteil auf Silbergrund steht eine in Blau gehaltene achteckige Kapelle mit Turmhelm und Kreuz.


Darunter befinden sich eine blaue Lilie mit goldenem Wirtel. Die abgebildeten Embleme weisen auf folgenden Zusammenhang:
Die Orte Oberschlettenbach, Vorderweidenthal, Darstein, Dimbach und die Burg Lindelbrunn gehörten von 1274 - 1793 weitgehend zur Ieiningischen Herrschaft Lindelbrunn.


Das Stammwappen der Grafen von Leiningen, das drei Adler aufweist, gab Anlass die Zugehörigkeit zu dieser Herrschaft im Wappen der Ortsgemeinde durch den dargestellten Adler aufzuzeigen. Die achteckige Kapelle in der oberen Schildhälfte auf Silbergrund erinnert an die Kapelle St. Mariä, die aus dem Mittelalter stammt und eine Muttergottes- und Wallfahrtskapelle war. Der Gossersweiler Pfarreistatus berichtet, dass sie um 1730 noch mitten im Dorf stand. Da sie für die Lutheraner keine Bedeutung hatte, verfiel sie und war nach einigen Jahren aus dem Dorfbild verschwunden.

Die blaue Lilie mit goldenem Wirtel weist auf die französische Zugehörigkeit hin. Von 1793-1816 gehörten die vier Dörfer zum Kanton Annweiler im Departement Donnersberg mit Hauptsitz in Mainz In dieser Zeit war Oberschlettenbach Hauptort mit Sitz des Bürgermeisteramtes.

Das Wappen mit seinen Emblemen weist somit auf die geschichtlichen Höhepunkte der Oberschlettenbacher Ortsgeschichte.

R.K.

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